Das Design von Elektrofahrzeugen wird oft als eine Reihe von Kompromissen betrachtet: Mehr Reichweite bedeutet mehr Gewicht, höhere Leistung erfordert bessere Kühlung und fortschrittliche Funktionen erhöhen die Kosten. Doch die eigentliche Herausforderung besteht nicht nur darin, die richtigen technischen Spezifikationen zu wählen – sondern zu wissen, wann man die Optimierung stoppen sollte, um nicht kontraproduktiv zu werden.
Mit zunehmender Elektrifizierung stehen Automobilhersteller unter wachsendem Druck, sich ändernde Vorschriften, regionale Verbraucherpräferenzen und eine sich entwickelnde Ladeinfrastruktur zu erfüllen. Die Zukunftssicherung eines Produktes in diesem Umfeld erfordert mehr als nur gute Spezifikationen. Es erfordert eine neue Denkweise.
Hier kommt das Systemdenken ins Spiel.
Statt einzelne Leistungskennzahlen isoliert zu verfolgen, stellt ein systemischer Ansatz eine strategischere Frage: Welche Kombination von Technologien erzeugt das beste Gesamtergebnis – nicht nur für das heutige Produkt, sondern auch für die zukünftige Entwicklung?
Diese Denkweise verschiebt das Ziel vom Maximieren einzelner Komponenten hin zur Optimierung des gesamten Fahrzeugsystems im Laufe der Zeit.